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28. Juli 2016: Betriebliches Gesundheitsmanagement geht bei gesunder Führung los

Das Telefon klingelt ununterbrochen, haufenweise E-Mails wollen noch beantwortet werden, das Meeting in einer Stunde muss vorbereitet werden, der Kollege am Nachbartisch nervt auch die ganze Zeit und dann hat der Chef noch den Abgabetermin auf heute Nachmittag vorverlegt. Stress! Wir kennen es alle!

Die Anforderungen der Arbeitswelt verändern sich stetig. Arbeitnehmer sollen flexibel, permanent erreichbar, leistungsfähig, engagiert und belastbar sein. Doch wie geht man mit stark belasteten Mitarbeitern um und was hat ein gesunder Führungsstil mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement zu tun?

Wenn Stress zu chronischem Stress wird, steigert sich auch das Angsterleben der Mitarbeiter. Durch die ständige Anspannung, hohe Arbeitsintensität und durch Arbeitsplatzunsicherheit ist der Körper eines belasteten Mitarbeiters nicht mehr in der Lage sich zu regenerieren. Die Folge können psychische Erkrankungen sowie damit zusammenhängend (psychosomatisch) körperliche Symptome bis hin zu schwerwiegenden körperlichen Erkrankungen sein.

Führungskräfte, die sich in der sogenannten „Sandwichposition“ befinden, haben dabei eine besondere Aufgabe und müssen sich zugleich einer enormen Herausforderung stellen: Mit Druck von Vorgesetzten als auch den zu führenden Mitarbeitern müssen sie gut umgehen und gesundheitsorientiert führen. Mit hellem Auge sollten Führungskräfte die Arbeit ihrer Mitarbeiter beobachten und bei Anzeichen einer Belastung am besten das Gespräch mit dem einzelnen Mitarbeiter suchen. Anzeichen, dass ein Mitarbeiter die Belastungsgrenze erreicht hat, sind zum Beispiel unpünktliches Erscheinen, häufige Flüchtigkeitsfehler oder ein zerstreutes Wesen auf längeren Zeitraum. Eine Sozialberatung oder ein gut etabliertes EAP (Employee Assistance Programm) sowie Schulungen zum Thema „gesund führen“ können helfen. Im persönlichen Mitarbeitergespräch sucht die Führungskraft oder die spezialisierte Fachkraft nach den Ursachen der Überbelastung und zeigt dem Mitarbeiter mögliche Lösungen auf. Mitarbeitergespräche dieser Art sind Teil von Betrieblichem Gesundheitsmanagement, denn sie dienen der Prävention und Gesundheitsförderung.

Zusätzlich können BGF-Maßnahmen dem Mitarbeiter einen Ausgleich bieten und dem psychischen Stress entgegenwirken (z.B. Bewegungseinheiten vom Boxen bis zum Laufen oder lieber etwas mit Musik? – einfach den Kopf frei bekommen und einmal an etwas anderes denken können als die Stress-Spirale).

Hier sind Führungskräfte in der Vorbildfunktion, denn Mitarbeiter orientieren sich an der Führung. Macht der Vorgesetzte nur eine kurze Pause, machen sie es auch. Geht der Chef nach Feierabend lieber an die Pommesbude anstatt zum betrieblichen Yogakurs, machen die Mitarbeiter auch lieber eine Sause anstatt ‚Namaste‘ zu sagen. Führungskräfte sind in einer verantwortungsvollen Multiplikatoren-Position und die fängt bei ihnen selber an: Als Führungskraft gilt es die eigene Gesundheit zu stärken und Stress entgegenzuwirken - damit es die eigenen Mitarbeiter auch tun.

Beginnen Sie jetzt und informieren Sie sich über die Möglichkeiten und Vorteile von gesunder Führung! Viele unserer BBGM-Mitglieder sind EAP-Anbieter oder können Sie in Seminaren zur Stärkung von Mitarbeitern und Führungskräften aktiv unterstützen! Mehr zu unseren Mitgliedern erfahren Sie HIER!

 

 

 

Quelle: Dieser News-Artikel wurde teils aus dem Gedächtnis zusammengefasst aus dem B.A.D. Webinar vom 21.07.2016 zum Thema "Gesund führen"

Veröffentlichung des BBGM

Das Ressort Aus- und Weiterbildung hat Bildungsempfehlungen zur Ausbildung von Gesundheitsmanagern und Gesundheitsmanagerinnen veröffentlicht.

Ausbildungsinstitutionen deren Ausbildungen den Empfehlungen des BBGM entsprechen, können sich ab sofort durch den BBGM zertifizieren lassen.

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